Forderungen im Bereich Bildung zu den Koalitionsverhandlungen in Berlin 2026

1.      Beitrag zur Bildungsvielfalt

Freie Schulen leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Bildungsvielfalt und sind durch Artikel 7 Absatz 4 des Grundgesetzes in ihrer Eigenständigkeit besonders geschützt. Sie schaffen Bildungsvielfalt, ergänzen das öffentliche Angebot und tragen Verantwortung, von der frühkindlichen Bildung über allgemeinbildende und berufliche Schulen bis zur Weiterbildung. Staatliche Rahmenbedingungen müssen die Vielfalt und Gestaltungsfreiheit freier Schulträger sichern. Veränderungen der Finanzierungs-, Steuerungs- oder Regulierungsstrukturen dürfen nicht dazu führen, dass die verfassungsrechtlich geschützte Eigenverantwortung freier Schulen eingeschränkt wird.

Forderungen des VDP Berlin-Brandenburg e.V.:

2.      Faire Finanzierung freier Schulen

Damit Schulen in freier Trägerschaft ihren Bildungsauftrag dauerhaft erfüllen können, brauchen sie verlässliche und faire Rahmenbedingungen. Die Ausgestaltung der Ersatzschulfinanzierung, gesetzliche Veränderungen sowie unterschiedliche Förder- und Finanzierungsbedingungen gegenüber öffentlichen Schulen beeinflussen die Handlungsspielräume und Planungssicherheit freier Schulträger dabei derzeit erheblich.

Forderungen des VDP Berlin Brandenburg e.V.:

3.      Investitionen in Schulgebäude ermöglichen

Freie Schulen leisten einen wichtigen Beitrag zur Schaffung und Sicherung von Schulplätzen. Dennoch fehlen verlässliche Förderstrukturen für Neubau und Sanierung. Obwohl im Doppelhaushalt 2026/2027 Mittel vorgesehen sind, bleibt die Umsetzung bislang aus.

Forderungen des VDP Berlin Brandenburg e.V.:

4.      Gleichberechtigte Teilnahme an Förderprogrammen des Landes und des Bundes

Schüler:innen freier Schulen dürfen nicht benachteiligt werden. Der Zugang zu Fördermaßnahmen des Landes und des Bundes ist bislang nicht durchgängig gewährleistet.

Forderungen des VDP Berlin Brandenburg e.V.:

5.      Schulen stärken – Stichtagsregelung einführen

Schulen in freier Trägerschaft leisten einen zentralen Beitrag zur Fachkräftesicherung. Die derzeitige Kopplung der Finanzierung an monatliche Anwesenheitsquoten verursacht erheblichen Verwaltungsaufwand und führt zu Finanzierungslücken, die die Schulen nicht selbst beeinflussen können.

Forderungen des VDP Berlin Brandenburg e.V.:

6.      Lehrkräftegenehmigungen vereinfachen

Schulen in freier Trägerschaft sind auf zügige und verlässliche Personalverfahren angewiesen. Die bisherigen Genehmigungsprozesse verursachen erheblichen Verwaltungsaufwand und erschweren insbesondere vor dem Hintergrund des Lehrkräftemangels die zeitnahe Besetzung offener Stellen. Andere Bundesländer setzen auf unbürokratischere Verfahren unter Wahrung der staatlichen Aufsicht.

Forderungen des VDP Berlin-Brandenburg e.V.:

7.      Fachschulen für Sozialpädagogik sichern

Fachschulen für Sozialpädagogik leisten einen zentralen Beitrag zur Ausbildung pädagogischer Fachkräfte und damit zur Qualität der frühkindlichen Bildung in Berlin. Aufgrund sinkender Kinderzahlen und rückläufiger Ausbildungsnachfrage stehen viele Fachschulen derzeit jedoch unter erheblichem wirtschaftlichem Druck. Gleichzeitig bleibt die Ausbildung qualifizierter Fachkräfte eine zentrale Voraussetzung für die langfristige Sicherung und Weiterentwicklung der Kindertagesbetreuung.

Forderungen des VDP Berlin-Brandenburg e.V.:

8.      Transparente Verwaltungsverfahren und Entbürokratisierung

Komplexe Verwaltungsverfahren binden Ressourcen, die für Bildung benötigt werden. Dies gilt auch für die LUSD, die perspektivisch auch für Schulen in freier Trägerschaft umgesetzt werden soll.

Forderungen des VDP Berlin Brandenburg e.V.:

9.      Folgen der Verbeamtung fair berücksichtigen

Nach Angaben der Bildungsverwaltung sind im Schuljahr 2025/2026 rund 58 Prozent der Lehrkräfte wieder verbeamtet. Die zunehmende Verbeamtung von Lehrkräften verändert damit die Finanzierungsstrukturen im Bildungsbereich.

Forderungen des VDP Berlin Brandenburg e.V.:

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